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Das Leben zwischen Kaisern und Fürsten: die Grafen von Nimburg

Die Grafen von Nimburg waren zu Ihrer Zeit eines der Adlegeschlechter mit wenig Besitz aber mit großem Einfluß.

Die Herrschaft der Grafen von Nimburg umfaßte im übrigen neben Nimburg und Bottingen, Besitz u n d Rechten in Emmendingen, Rie-
gel, Herbolzheim, Teningen und anderen Orten, die Vogtei über die Klöster St. Ulrich und Sölden. Es gibt Hinweise darauf, dass sie auch Besitzer der Hochburg (Emmendingen) gewesen sind.

977Nimburg wird in einer Urkunde erstmalig erwähnt. Es handelt es sich um eine Urkunde in der König Otto II eine Schenkung an das Kloster Murbach bestätigt. Inzwischen ist allerdings bekannt, dass es sich bei dieser Urkunde um eine Fälschung handelt Dennoch darf aufgrund der Personen- und Ortsbeschreibungen angenommen werden, dass diese Kirche in Nimburg bereits zu dieser Zeit existierte.
1052Nimburg wird als „loco Nimburc“ = neue Burg erwähnt. Hesso von Rimsingen wird als Grundbesitzer der burg aufgeführt. Leider gab es in der Vergangenheit daher auch Verwechslungen mit Neuenburg.
1052Hesso von Rimsingen wird als Grundbesitzer der Burg aufgeführt
1052Hesso von Rimsingen stiftet ein Kloster zu Grüningen bei Rimsingen
1072Hesso von Rimsingen stiftet ein Kloster zu Grüningen bei Rimsingen
1087Anlässlich eines Gütertausches zwischen dem burgundischen Kloster Cluny und Bischof Burchard von Basel erscheint Erlewin von Nimburg erstmals in den Quellen.
Der Tausch diente der Verlegung des von Hesso 1072 in Rimsingen bzw. Grüningen (bei Oberrimsingen) gegründeten Cluniazenserpriorats nach Zell im Möhlintal im Jahr 1087 (St. Ulrich). Er wird hier in der Funktion des Klostervogtes genannt. Außerdem leistete er mit der Übertragung einer Manse in Ambringen (Gem. Ehrenkirchen) einen eigenen Beitrag zum Gelingen der Klosterverlegung. Das Kloster St. Ulrich bildete inmitten des breisgauischen Kerngebietes der Zähringer eine Art Gegenpol zu deren Hauskloster St. Peter. Gleichzeitig bildete sich damit ein religiöses Kraftzentzrum im Breisgau.
1094Erlewin von Nimburg erhalt den Grafentitel
1111Berthold von Zähringen starb und wurde in St. Peter beerdigt und seine Gemahlin schenkte dem Kloster das Gut zu Schallstatt. Berthold comes de Nuenburc (Berthold Graf von Nimburg) warbei der Schengkung mit anwesend
1150Die Burg in Riegel wurde gegründet. Es gibt starke Vermutungen, dass die auch die die Grafen von Nimburg und Herzog Berthold von Zähringen geschah.
1161Auf der Hochburg wird die Gründungs-Urkunde des Klosters Tennenbach ausgestellt. Zum Gründerkreis gehörten Markgraf Herrmann, comes Bertholdus de novo castro (Graf Berthold von Nimburg), Burchard von Üsenberg , Conrad und Werner von Schwarzenberg .
Es gibt aber auch Hinweise, dass diese Urkunde auch gefälscht sein könnte.
1169Berthold von Nimburg überfällt das Kloster Schuttern, verwüstet die Güter und droht das Kloster niederzubrennen.
1183Bischoff Ortlieb zu Basel erklärt die Kirche zu Achkarren für eine selbstständige von Bickensohl unabhängige Pfarrkirche. Dies erfolgte mit Zustimmung der beiden Bertolduc comes de Nuwenburg,  Burcardus dominus de Usenberg et Gotrefids de Riedeim.
1189Graf Berthold begleitet den Kaiser Friedrich auf dem Kreuzzug. Seinen bedeutenden Stand zeigt die Tatsache, dass er das Banner der ersten Heerschar des Herzogs von Schwaben führte. Zu diesem Haufen gehörte auch Markgraf Hermann von Baden und mehrere schwäbiche Grafen.
Auf diesem Kreuzzug verstarb Kaiser Friedrich Barbarossa im Jahre 1190 unspektakulär beim Baden im Fluß. Insgesamt war dieser Kreuzzug erfolglos verlaufen.
1200Graf Berthold verkauft seine Burg und die Herrschaft an den Straßburger Bischof Konrad von Hüneburg und finanzierte damit seine Teilnahme am vierten Kreuzzug. Die Teilnahme der Grafen von Nimburg wurde wohl von vielen im Volke als „mustergültiges Vorangehen“ angesehen Währendes bislang vor allem einzelne waren, die sich den Kreuzzügen anchlossen, so sind wohl zwischen 1188 und 1228 ganze Scharen aus den Gauen losgezogen, um an den Kreuzzügen teilzunehmen.
1202Berthold und sein gleichnamiger Sohn folgen mit einer Gruppe elsässischer und Breisgauer Adliger dem Abt Martin vom elsässischen Kloster Pairis folgen. Er kam über Akkon noch bis nach Jerusalem, wo er verstarb. Mit seinem Sohn († 1213) starb das Geschlecht in der männlichen Linie aus
1205Papst Innozenz II bestätigt dem Bischoff Heinrich von Straßburg das Patronatrecht über St. Ulrich „mit Zubehör“
1213Kaiser Friedrich II schlichtet den Streit zwischen dem Zähringer Graf Berthold und dem Bischof von Straßburg. Es bleibt die Frage, weshalb Berthold von Zähringen überhaupt Anspruch auf die Besitztümer der Grafen von Nimburg erhoben hat. Eine Erklärung wäre, dass es sehr enge verwandtschaftliche Beziehungen zwischen den Gafen von Nimburg und den Zähringern gab und Graf Berthold sein Ansprüche aufgrund der Verwandtschaft geltend machte.
1236Bischof Berthold von Straßburg überlässt dem König Friedrich II „zu rechten Lehen castrum et villam Nuwenburg mit der Schirmvogtei über Selden und S. Ulrich nebst den Kirchensätzen zu Emmendingen, Teningen und Nimburg“
1309König Heinrich VII stellt die Herrschaft wieder zurück nach Basel
1316Graf Egen von Freiburg und sein Sohn Konrad trugen die Burg mit Zubehör als bischhöflich-straßburgisches Lehen
1368Graf Egen II. versetzte die Burg und die Dörfer Nimburg und Bottingen an die Gräfin Klara von Freiburg, die Gemahlin des Pfalzgrafen Gottfried von Tübingen, wobei die Lehenshoheit des Straßburger Bischofs noch berücksichtigt wurde.
1417Bischoff Wilhelnm tritt das Dorf Nimburg mit der Pfarrei durch Umtausch an das Haus Hachberg ab
1456Karl I übergibt Nimburg dem Antoniterorden. Antoine de Lyasse, der Präzeptor des Freiburger Antoniterhauses gründet das Antonierkloster in Nimburg.
1465Gräfin Anna von Tübingen-Lichteneck und Ihre Söhne verkaufen dem Kalre Markgraf zuo Baden die "zwei doerfere Numburg und Bottingen"
1557Karl II verwandelt das Kloster in das Spital "Spithals Obernimburg Guth".
Die Antoniter hatten Nimburg noch vor der Reformation zwischen 1549 und 1546 verlassen.
1629Die Freiburger Universität wird Eigentümer der Bergkirche
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